VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... | Ab 7. März 2019 überall im Kino!

Ein Güterzug rollt durch eine weite Graslandschaft, die sich vor den kaukasischen Bergen entlangzieht. Am Steuer: Nurlan, der Lokführer. Tagein, tagaus lenkt er seinen Zug durch einen dicht besiedelten Vorort Bakus, in dem die Schienen so dicht an die Häuser grenzen, dass Nurlan quasi durch die Vorzimmer und Gärten der Bewohner fährt. Auf seinem täglichen Weg passiert er teetrinkende Männer ebenso wie Frauen, die ihre Wäsche in den sanften Wind hängen. Sobald sich der Zug nähert, bläst der kleine Waisenjunge Aziz in eine Pfeife und die Bewohner des Vorortes bringen sich und ihre Habseligkeiten schnell in Sicherheit. Doch das gelingt nicht immer. Nurlan hat schon so einiges von seiner Lokomotive gepflückt: Hühnerfedern, Spielzeugbälle oder auch Bettbezüge. Am letzten Arbeitstag vor der Pensionierung verheddert sich ein besonderes Abschiedsgeschenk an Nurlans Lok: ein traumhaft schöner, blauer Spitzen-BH. Nurlan nimmt ihn nach seiner Schicht kurzerhand mit in sein Heimatdorf in den Bergen. Seine Neugier ist geweckt: Wem nur mag das kleine Stück Stoff gehören? Getrieben von Einsamkeit beschließt Nurlan, die Suche nach der Besitzerin des Büstenhalters aufzunehmen.

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... ist eine mit viel Feingefühl und unbeschwert erzählte Geschichte von der Suche nach Liebe. Erneut zieht es Regisseur Veit Helmer in die Berglandschaft Aserbaidschans. In seiner meisterhaft phantasievollen Bildsprache wird er seinem Ruf als moderner Märchenerzähler gerecht und inszeniert die Geschichte VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... als atmosphärische Komödie, die ganz ohne Dialoge auskommt und uns gerade dadurch in ihren Bann zieht.

Veit Helmer wurde 1968 in Hannover geboren und drehte seinen ersten Film im Alter von 14 Jahren. Noch vor dem Mauerfall besuchte er als DAAD-Stipendiat das Regieinstitut der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Ost-Berlin und studierte später an der Hochschule für Film und Fernsehen München. 1999 gab er nach diversen ausgezeichneten Kurzfilmproduktion mit TUVALU sein Spielfimlmdebüt. Der Film wurde weltweit auf über 60 Festivals eingeladen und mehrfach ausgezeichnet, darunter auch mit dem Bayerischen Filmpreis 1999 für die beste Nachwuchsregie und dem Publikumspreis des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Nach TOR ZUM HIMMEL (2003) wandte sich Veit Helmer mit BEHIND THE COUCH – CASTING IN HOLLYWOOD (2005) dem Dokumentarfilm zu. Auf dem Sundance Film Festival 2008 feierte sein dritter Spielfilm Weltpremiere, der später beim Bayerischen Filmpreis mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde: ABSURDISTAN. 2014 inszenierte Veit Helmer den Kinderfilm QUATSCH UND DIE NASENBÄRBANDE, der auf über 97 Filmfestivals im In- und Ausland zu sehen war, mit 21 Preisen ausgezeichnet und für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde. Zusammengenommen wurden seine Filme bisher mit mehr als 180 Preisen ausgezeichnet. Veit Helmer lehrt darüber hinaus international an Filmhochschulen.

Filmografie (Auswahl)

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... (2018)

QUATSCH UND DIE NASENBÄRBANDE (2014)

BAIKONUR (2011)

ABSURDISTAN (2008)

BEHIND THE COUCH – CASTING IN HOLLYWOOD (2005)

TOR ZUM HIMMEL (2003)

TUVALU (1999)

mit dem Regisseur Veit Helmer

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... erinnert an ein modernes Märchen. Wie kamen Sie darauf, die Geschichte rings um einen BH zu erzählen?
Ein sehr spezielles Viertel in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku hat mich zu dieser besonderen Geschichte inspiriert. Dort wurden Häuser so eng an Eisenbahngleise gebaut, dass die Gleise zuweilen auch als Fußweg, als Straßen und als Spielplatz herhalten müssen. Das Leben spielt sich in diesem Viertel auf den Gleisen ab, auf denen mehrmals am Tag riesige Ölzüge durchfahren. Die Bewohner nennen ihr Viertel „Schanghai“; obwohl es mit China nichts zu tun hat. Mir kam die Idee zu einer Geschichte über einen einsamen Lokführer, der nach Feierabend den Bewohnern von Schanghai die Dinge zurückbringt, die seine Lok zuvor mitgerissen hat. Am Tag als er in Rente geht, findet er einen BH. Der Film erzählt von der langen Suche nach der Besitzerin des Kleidungsstücks.
Wie wurden Sie auf Ihren außergewöhnlichen Drehort aufmerksam?
Aserbaidschan hat mich seit dem Dreh von „Absurdistan“ nicht mehr losgelassen. Das Land liegt an der ehemaligen Seidenstraße und ist trotz seiner Abgeschiedenheit zwischen Russland, Armenien und Iran Schnittstelle verschiedener Kulturen und Religionen. Hier koexistieren Moslems, Christen und Juden friedlich nebeneinander. Ich wollte seit Jahren in Khinaliq drehen, dem höchsten bewohnten Ort in Europa. Doch erst als ich das Viertel Schanghai in Baku gesehen habe, hat es Klick gemacht und ich hatte die Idee, beide Orte narrativ in einem Film zusammenzuführen. Bereits 2014 wurde berichtet, dass das Viertel Schanghai abgerissen werden sollte. Es war ein Glücksfall, dass die Finanzierung des Films endlich 2017 zustande kam und ich die Dreharbeiten einen Tag vor Beginn des Abrisses abschließen konnte.
Worin liegt der erzählerische Vorteil, wenn man auf Dialoge verzichtet?
Dialoge sind eine vollkommen unfilmische Form des Erzählens. Das Kino sollte Geschichten mit Bildern und Tönen erzählen, wie es schon Truffaut und Hitchcock wunderschön formuliert haben. Doch als Filmemacher kann man nicht einfach die Dialoge aus den Drehbüchern streichen, weil dann der Sinn der Geschichten verloren geht. Filme ohne Dialoge müssen aufwendig entwickelt werden. Eine Geschichte ohne Dialoge zu erzählen ist eine enorme Herausforderung. Aber ich denke, für das Kinopublikum ist das Betrachten des finalen Werks auch eine besondere Erfahrung.
Welchen Effekten, die Sprache im Film ausübt, wollten Sie gern aus dem Weg gehen?
Dialoge sind wie abgefilmtes Theater, hat Alfred Hitchcock gesagt. Mit Dialogen zu erzählen ist der einfachste, um nicht zu sagen der primitivste Weg. Visuelles Erzählen ist die Kür. Und Sprache ist auch das, was Filmen das Reisen schwer macht. Den sowohl Synchronisation als auch Untertitel sind vom künstlerischen Standpunkt aus unzufriedenstellende und zuweilen gar frevelhafte Entstellungen von Kunstwerken. Filmemacher arbeiten jahrelang beim Buch, beim Dreh und im Schnitt an feinen Toneffekten. Später wird in vielen Ländern über die Tonspur ein Offsprecher drübergeklatscht, der die Tonspur niederwalzt.
VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE… kommt ohne Dialoge aus, ist aber kein Stummfilm. Wo genau liegt der Unterschied?
Auch wenn ich es liebe, dass meine Filme in einer eigenen Zeit spielen, irgendwo zwischen gestern und morgen, liegt mir der Ton sehr am Herzen. Bei Sounddesignern bin ich gefürchtet, weil ich mir jede der 240 Geräuschspuren vor der Mischung einzeln anhöre. Die Abwesenheit von Dialog verlangt, dass man sich beim Ton mehr Mühe geben muss. Es ist quasi eine Entfesselung, da der akustische Raum von Anfang bis Ende bespielt werden muss. Der Zuschauer hört auf einmal, weil die Schauspieler nicht ständig quasseln!
In letzter Zeit haben Filme, die das Verhältnis von Text und Bild anders denken, Konjunktur – man denke an „The Artist“ oder auch neue, plötzlich massenkompatible Formen wie „La La Land“. Woher kommt dieses Interesse an veränderten Erzählformen?
Es gab zu Ende der Stummfilmära bereits einen Wettbewerb unter Filmregisseuren, möglichst wenig Textkarten zu verwenden. Filme wie „Menschen am Sonntag“ waren visionär. Aber mit dem Aufkommen des Tonfilms hat die Filmkunst einen mächtigen Rückschlag erlitten. Dennoch treibt es einen als Filmemacher an, Geschichten mit Bildern zu erzählen, quasi Kino in Reinform zu erschaffen. Das Erzählen wird sich auch durch immer kleinere und lichtstärkere Kameras weiter verändern. So schwer mir der Wechsel von analog zu digital gefallen ist, ich bin dankbar, dass die Kameras wieder leicht sind und ich nicht vier Licht-Lkws am Bein hängen habe.
Hat Ihr Film bei aller Unterschiedlichkeit dennoch etwas mit dem klassischen Stummfilmerbe zu tun und wenn ja, was wäre das?
Ich wollte nie einen Stummfilm drehen, dafür liebe ich Ton zu sehr. Es sollte ein Film sein, in dem die Abwesenheit der Sprache nicht der Geschichte abträglich ist, sondern im Gegenteil die Fantasie der Zuschauer anspricht.
Welche Rolle kommt unter diesen Bedingungen der Filmmusik zu und nach welchen Kriterien haben Sie die Musik ausgewählt?
Wenn man es sich einfach machen wollte, könnte man bei einem Film ohne Dialog überall Musik draufklatschen. Mit zu viel Musik verrennt sich schon das Fernsehen trotz seiner vielen Dialoge. Musik ist für mich da am kostbarsten, wo sie fein dosiert appliziert wird. Die Musik von Cyril Morin ist mir das erste Mal bei den Filmen „Samsara“ und „Die Syrische Braut“ aufgefallen. Morin hat das besondere Talent, Score und Songs kreieren zu können. Und er schafft es, Klänge aus fernen Ländern in die Musik einzuweben, ohne dass es aufgesetzt klingt. Wir waren schon mehrmals im Gespräch zwecks einer Zusammenarbeit, aber er war immer ausgebucht. Diesmal habe ich ihn sehr früh angesprochen und wir haben uns lange vor den Dreharbeiten getroffen und über Ideen gesprochen. Überraschend war für uns beide am Ende, dass für VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE… Klänge aus Osteuropa oder dem Orient für den Score nicht passend waren. Dass die Geschichte an einem besonderen Ort spielt, haben die Bilder erzählt. Wichtiger war es, die Gefühlsebene des Protagonisten zu transportieren. Für die Frauenfiguren jedoch habe ich alte Schlager aus Aserbaidschan gefunden, die bei ihnen im Radio oder auf dem Plattenspieler laufen.
VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE… wirkt sehr unbeschwert und an manchen Stellen auch sehr melancholisch. Lässt sich der Film als Komödie einordnen?
Genreeinordnung ist in etwa so, wie ein schönes Kleidungsstück in eine Schublade zu packen, wo beim Zumachen alle kleinen Knöpfe und Verzierungen abreißen, weil die Schublade zu klein ist. Ich denke, dass ich erst mit Abstand und mit einem Publikum im Saal erfahren werde, was ich da eigentlich gemacht habe. Der Film fängt sicher als Komödie an. Aber der Lokführer erfährt viele Rückschlage. Der Film ist auch eine Liebesgeschichte. Aber ich wollte ein anderes, überraschendes Ende.
Der Film ist von einem großen Figurenreichtum geprägt – wie sind Sie vorgegangen, um auch ohne Sprache so klar konturierte Figuren zu erschaffen?
Mir war wichtig, dass der Lokführer bei jeder Frau ganz unterschiedliche Universen betritt. Die narrative Herausforderung war es, schlüssige Gründe zu finden, wieso Frauen in einem traditionellen Umfeld diesen wildfremden Mann in ihr Haus lassen und sogar den BH anprobieren. Geholfen hat es sicher, solche markanten Schauspielerinnen-Persönlichkeiten gefunden zu haben.
Vor welchen Herausforderungen standen Sie während der Dreharbeiten?
Für Dreharbeiten im Viertel Schanghai gab es keine Möglichkeit, eine offizielle Drehgenehmigung zu bekommen. Die Regierung in Baku reißt alte und arme Viertel ab. Gebaut werden Hochhäuser, die nachts bunt blinken, als ob Baku ein Nachtclub wäre. Dass mich als Filmemacher das pittoreske Viertel Schanghai interessiert, stieß bei den offiziellen Stellen auf Unverständnis. Mein Produzent in Baku hat deswegen versucht, den zuständigen Polizeiwachtmeister zu bestechen. Das ist aber gescheitert, weil für das Viertel auch die Bahnpolizei zuständig war. Ich wurde aufgefordert, den Film anderswo zu drehen, was aufgrund der Geschichte vollkommen unmöglich war. Ich habe dann ohne Genehmigung die Dreharbeiten fortgesetzt, weshalb der Produzent und ein Teil des Teams ausgestiegen sind. Oft mussten wir die Dreharbeiten abbrechen, weil die Polizei das Viertel bewachen ließ und uns bedrohte. Wir haben mehrere Wochen gedreht, als ob wir Regimegegner wären. Als die Außenaufnahmen im Kasten waren, sind wir quasi den Ölzügen ins Nachbarland Georgien gefolgt. Dort konnten wir unter normalen Bedingungen den Film fertig stellen. Und auch mit Zügen drehen, was uns Aserbaidschan nicht erlaubt hat.
War es schwierig, geeignete SchauspielerInnen zu finden?
Für Filme ohne Dialog ist man nicht auf Darsteller aus einem Sprachgebiet beschränkt. Mir war früh klar, dass ich Miki Manojlović für die Hauptrolle haben wollte. Miki mit seinem engelsgleichen Blick öffnen Frauen die Türen, ohne Angst zu haben, dass er etwas Böses im Schilde führt. Miki hat mir eine Zusage gegeben, noch bevor die Finanzierung stand. Und er hat das Schiff nie verlassen, auch als uns das Wasser bis zum Hals stand und die Polizei an die Tür geklopft hat. Für die Besetzung der Frauen habe ich viele Länder bereist und meine Lieblingsschauspielerinnen angefragt. Viele waren vom Projekt begeistert, aber nicht alle haben für drei Drehtage deshalb Hauptrollen ausgeschlagen. Dass am Ende Paz Vega, Maia Morgenstern und Chulpan Khamatova Zeit fanden, nach Baku zu kommen, war ein großes Geschenk.
Wie haben Sie Ihren Cast auf die Dreharbeiten vorbereitet?
Ich habe mit allen Darstellern beim Casting Szenen improvisiert. Viele empfanden die Arbeit ohne Dialog als Herausforderung, wenn nicht gar als Befreiung. Bei manchen Darstellern war aber im Casting klar, dass sie für so eine Art von Film nicht geeignet sind. Einmal gecastet lege ich die Verantwortung für die Rolle gerne erst mal den Darstellern in die Hände und interveniere nur da, wo es nötig oder vom Schauspieler gewünscht wird.
Was soll das Publikum aus Ihrem Film mitnehmen?
Ich wünsche mir den Film als eine kleine Schatztruhe, mit vielen kleinen Kostbarkeiten, die einem beim Betrachten magisch entgegenfunkeln. Meine Filme teilen die Geschmäcker. Das größte Kompliment ist, wenn Zuschauer sich einen Film mehrmals anschauen und zuweilen Sachen entdecken, die selbst mir noch nicht aufgefallen sind. Dann bekommt der Film eine eigene „Persönlichkeit“, quasi wie ein Kind, das laufen gelernt hat und die Eltern verlässt. Das ist der Moment loszulassen und einen neuen Film zu beginnen.

Miki Manojlović

als Lokführer Nurlan

Predrag „Miki“ Manojlović wird 1950 in Belgrad in eine Schauspielerfamilie geboren. Nach dem Schulabschluss studiert er in Belgrad an der Akademie für Theater, Film, Radio und Fernsehen. Bis Anfang der 1990er gehört er dem Ensemble des Volkstheaters der serbischen Hauptstadt an. Ab Mitte der 1970er bereits wird er dem nationalen Publikum als Miki in der Fernsehserie GRLOM U JAGODE bekannt. Mit Regisseur Emir Kusturica arbeitet Miki Manojlović im Laufe seiner Karriere häufig zusammen, auch 1985 bei dessen internationalem Erfolg PAPA IST AUF DIENSTREISE. Der Film wird im gleichen Jahr mit der Goldenen Palme in Cannes und dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet und ist in der Kategorie des Besten Fremdsprachigen Films sowohl für den Golden Globe als auch für den Oscar© nominiert. 1990 spielt er in WEEKEND FÜR ZWEI, dem Regiedebüt von Nicole Garcia, das für zwei Césars nominiert wird. 1995, wieder unter der Regie von Emir Kusturica, ist Miki Manojlović in der Rolle der Hauptfigur Marko Dren in UNDERGROUND zu sehen, der im gleichen Jahr mit der Goldenen Palme für den Besten Film in Cannes ausgezeichnet wird. Miki Manojlović spielt auch im Kult-Film SCHWARZE KATZE, WEISSER KATER (1998). Eine weitere Zusammenarbeit mit Emir Kusturica, VERSPRICH ES MIR, feiert 2007 in Cannes seine Weltpremiere. Im gleichen Jahr spielt Miki Manojlović die männliche Hauptrolle an der Seite von Marianne Faithful in der Tragikomödie IRINA PALM von Sam Garbarski, was ihm eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis einbringt. 2016 arbeitet er erneut mit Emir Kusturica zusammen: ON THE MILKY ROAD startet im Wettbewerb um den Goldenen Löwen in Venedig.

Filmografie (Auswahl)

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... (2018)

ON THE MILKY ROAD (2016)

LARGO WINCH – TÖDLICHES ERBE (2008)

IRINA PALM (2007)

UNDERGROUND (1995)

WEEKEND FÜR ZWEI (1990)

PAPA IST AUF DIENSTREISE (1985)

Denis Lavant

als Lehrling

Der französische Schauspieler Denis Lavant spielt zunächst Improvisations- und Straßentheater, bevor er Schauspielunterricht bei Jacques Lassalle nimmt. Ab Anfang der 1980er spielt er auch in Kinoproduktionen, zum Beispiel an der Seite von Charlotte Rampling in Claude Lelouchs VIVA LA VIE!. 1984 markiert BOY MEETS GIRL den Anfang der Zusammenarbeit mit Regisseur Leos Carax. Ihre Dritte gemeinsame Produktion DIE LIEBENDEN VON PONT-NEUF kommt 1991 in die Kinos – Denis Lavant wird für seine Darstellung des Alex an der Seite von Juliette Binoche für den Europäischen Filmpreis nominiert. 1999 spielt er die Hauptrolle in Claire Denis‘ DER FREMDENLEGIONÄR und in TUVALU von Veit Helmer. Lavant wird für seine Darstellung bei Filmfestival in Málaga mit dem Preis für den Besten Schauspieler ausgezeichnet. 2004 ist er dann neben Audrey Tatou, Marion Cotillard und Jodie Foster in MATHILDE – EINE GROSSE LIEBE zu sehen. Im französisch-rumänischen Drama I‘M NOT A F**KING PRINCESS, dem Regiedebüt von Eva Ionesco aus dem Jahr 2010, spielt er an der Seite von Isabelle Huppert. Im Jahr darauf ist er im Märchenfilm IM FINSTEREN WALDE von Marina de Van zu sehen. 2012 erscheint Leos Carax‘ HOLY MOTORS und gewinnt weltweit über 25 Preise. Denis Lavant erhält für seine Darstellung der Hauptfigur unter anderem eine Nominierung für den César und den Preis als bester Hauptdarsteller auf dem Chicago Film Festival. 2018 war er in einer Nebenrolle in 3 TAGE IN QUIBERON von Emily Atef in den deutschsprachigen Kinos zu sehen.

Filmografie (Auswahl)

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... (2018)

TAGE IN QUIBERON (2017)

HOLY MOTORS (2012)

MATHILDE – EINE GROSSE LIEBE (2004)

TUVALU (1999)

DER FREMDENLEGIONÄR (1999)

DIE LIEBENDEN VON PONT-NEUF (1991)

BOY MEETS GIRL (1984)

Chulpan Khamatova

als Weichenstellerin

Chulpan Khamatova ist eine russische Schauspielerin. Ihr Studium am Institut für Ökonomie der Hochschule von Kasan brach sie ab, um die Theaterschule am gleichen Ort zu besuchen. Schließlich wird sie an der renommierten Russischen Akademie für Theaterkunst angenommen, wo sie ihr Studium fortsetzt. Seitdem war sie auf fast allen Theaterbühnen Moskaus zu sehen. Für das Kino spielt Chulpan Khamatova vor allem in russischen und deutschen Produktionen, da sie neben Russisch auch fließend Deutsch, Englisch und Portugiesisch spricht. Ihr Debüt auf der Kinoleinwand gibt sie 1998 in DAS LAND DER GEHÖRLOSEN von Valeriy Todorovskiy an der Seite von Dina Korzun. Der Film läuft im Wettbewerb um den Goldenen Bären bei der Berlinale 1998. Ein Jahr später spielt sie zusammen mit Moritz Bleibtreu in LUNA PAPA, der unter anderem in Brüssel, Tokyo und Tiflis mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet wird. Im gleichen Jahr ist sie auch, diesmal an der Seite von Denis Lavant, in Veit Helmers Langfilmdebüt TUVALU zu sehen. 2003 spielt Chulpan Khamatova in GOOD BYE, LENIN! die Rolle der Lara, Krankenschwester und Freundin der von Daniel Brühl dargestellten Hauptfigur. Der Film gewinnt zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Filmpreis in neun Kategorien, den César und den Goya für den besten europäischen Film, und ist für den BAFTA und den Golden Globe nominiert. Seitdem war Chulpan Khamatova in zahlreichen Kino- und TV Produktionen zu sehen, wie ALS DER FUSSBALL NACH RUSSLAND KAM (2005) oder 2015 UNDER THE ELECTRIC CLOUDS von Aleksey German Jr., der im Wettbewerb der 65. Berlinale gezeigt wird und für die Bildgestaltung mit dem Silbernen Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung ausgezeichnet wird. 2006 ist sie Teil der Jury der Internationalen Festspiele von Venedig unter dem Vorsitz von Catherine Deneuve.

Filmografie (Auswahl)

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... (2018)

UNDER THE ELETRIC CLOUDS (2015)

SCHLÄFT EIN LIED IN ALLEN DINGEN (2009)

ALS DER FUSSBALL NACH RUSSLAND KAM (2005)

GOOD BYE, LENIN! (2003)

TUVALU (1999)

LUNA PAPA (1999)

DAS LAND DER GEHÖRLOSEN (1998)

Maia Morgenstern

als Betrügerin

Maia Morgenstern ist eine rumänische Schauspielerin und seit 2012 Leiterin des Jüdischen Theaters in Bukarest. Seit Beginn der 1980er ist sie in Kinoproduktionen zu sehen, zunächst vor allem in rumänischen Filmen wie ZU HEISS FÜR DEN MONAT MAI (1984) und BAUM DER HOFFNUNG (1992). Für Letzteren erhält sie 1993 für ihre Darstellung der Nela den europäischen Filmpreis. Von nun an spielt sie auch vermehrt in internationalen Produktionen. In den darauffolgenden Jahren ist sie unter anderem in Roger Christians NOSTRADAMUS, in DER BLICK DES ODYSSEUS von Theodoros Angelopoulos und im ungarischen Film DIE WITMAN BRÜDER zu sehen. 2004 spielt sie in Mel Gibsons DIE PASSION CHRISTI die Mutter Maria. 2008 ist sie sie das erste Mal in einer deutschen Produktion zu sehen, als sie die Rolle der Bogdana in Hans Steinbichlers DIE ZWEITE FRAU übernimmt. Der Film wird mit dem Grimmepreis ausgezeichnet. THE END OF SILENCE von Roland Edzard wird 2011 in der Quinzaine des Réalisateurs gezeigt, Maia Morgenstern spielt die Rolle der Anne.

Filmografie (Auswahl)

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... (2018)

THE END OF SILENCE (2011)

DIE PASSION CHRISTI (2004)

DER BLICK DES ODYSSEUS (1995)

BAUM DER HOFFNUNG (1992)

ZU HEISS FÜR DEN MONAT MAI (1984)

Frankie Wallach

als Tänzerin

Frankie Wallach wurde 1994 in Frankreich geboren. Seit ihrem zwölften Lebensjahr beschäftigt sie sich aktiv mit der Schauspielerei. Nach Rollen in Kurzfilmen spielt sie 2004 in ALIVE von Frédéric Berthe und ein Jahr später in COMME T‘Y ES BELLE von Lisa Azuelos. Seit dieser Zeit ist Frankie Wallach in Kino und TV-Produktionen zu sehen, zum Beispiel an der Seite von Sandrine Bonnaire in DIE NERVENSÄGEN (2007). Frankie Wallach lebt in Paris, wo sie auch als Theaterschauspielerin tätig ist – im letzten Jahr unter anderem am Théâtre National de Chaillot in TROIS; PRÉCÉDÉ DE UN ET DEUX von Mani Soleymanlou.

Filmografie (Auswahl)

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... (2018)

DIE NERVENSÄGEN (2007)

COMME T‘Y ES BELLE (2005)

ALIVE (2004)

Paz Vega

als vergessliche Frau

Die spanische Schauspielerin Paz Vega beginnt ihre Karriere in Madrid. Ende der 1990er spielt sie erste kleinere Rollen und erlangt Bekanntheit mit ihrer Darstellung der Laura in der Serie SIETE VIDAS. 2001 folgt der Durchbruch im Kino mit LUCIA UND DER SEX. Für die Darstellung der Lucia und die der Angela in SOLO MÌA wird Paz Vega 2002 gleich zweimal für den Goya Preis der Besten Nachwuchsschauspielerin nominiert. Ausgezeichnet wird sie dann für LUCIA UND DER SEX. Im gleichen Jahr ist sie auch in SPRICH MIT IHR von Pedro Almodóvar zu sehen. Ab 2004 arbeitet sie vermehrt in den USA, unter anderem in THE SPIRIT (2008) an der Seite von Eva Mendes und Samuel L. Jackson. Paz Vega lebt heute abwechselnd in den Los Angeles, Madrid und Sevilla. 2013 arbeitet sie für FLIEGENDE LIEBENDE erneut mit Pedro Almodóvar zusammen, ein Jahr später ist sie an der Seite von Nicole Kidman in GRACE OF MONACO zu sehen, dem Eröffnungsfilm der Offiziellen Selektion in Cannes.

Filmografie (Auswahl)

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... (2018)

GRACE OF MONACO (2014)

FLIEGENDE LIEBENDE (2013)

SPRICH MIT IHR (2002)

LUCIA UND DER SEX (2001)

Cast

Nurlan

Miki Manojlović

Lehrling

Denis Lavant

Weichenstellerin

Chulpan Khamatova

Kleiner Junge

Ismail Quluzade

Betrügerin

Maia Morgenstern

Vergessliche Frau

Paz Vega

Tänzerin

Frankie Wallach

Braut

Boriana Manoilova

Dorfmädchen

Sayora Safarova

Mutter mit Kind

Manal Issa

Witwe

Irmena Chichikova

Schlafende Frau

Ia Shugliashvili

Starke Mutter

Meral Perin

Schwacher Vater

Kazim Abdullayev

Crew

Regie

Veit Helmer

Buch

Leonie Geisinger, Veit Helmer

Kamera

Felix Leiberg

Montage

Vincent Assmann

Originalmusik

Cyril Morin

Ton

Julian Cropp, Robert Jäger

Kostüme

Mehriban Effendi

Set Design

Batcho Makharadze

Maske

Adelia Mamedova

Casting

Lisa Stutzky, Nathalie Bialobos, Pep Armengol, Dominica Circiumaru, Antonia Vladimirova, Anastasia Kononova

Herstellungsleitung

Shirin Hartmann, Tsiako Abesadze

Produzent

Veit Helmer

Kinoliste

alphabetisch

Aachen

Apollo

ab 7. März 2019

Aschaffenburg

Casino

ab 7. März 2019

Augsburg

Thalia

ab 7. März 2019

Bamberg

Lichtspiel

ab 7. März 2019

Berlin

Delphi Lux

ab 7. März 2019

Berlin

Hackesche Höfe Kino

ab 7. März 2019

Berlin

Kino in der Kulturbrauerei

ab 7. März 2019

Berlin

Kino Toni

ab 7. März 2019

Berlin

Krokodil

ab 7. März 2019

Berlin

Moviemento

ab 7. März 2019

Berlin

Union

ab 7. März 2019

Bonn

Kino in der Brotfabrik

ab 7. März 2019

Braunschweig

Universum

ab 7. März 2019

Bremen

Cinema im Ostertor

ab 7. März 2019

Bremerhaven

Passage

ab 7. März 2019

Cottbus

Obenkino

ab 7. März 2019

Dresden

Schauburg

ab 7. März 2019

Düsseldorf

Bambi

ab 7. März 2019

Erfurt

Kinoklub am Hirschlachufer

ab 7. März 2019

Frankfurt am Main

Cinema

ab 7. März 2019

Freiburg

Harmonie

ab 7. März 2019

Fürth

Babylon

ab 7. März 2019

Grömitz

Filmbühne

ab 7. März 2019

Halle

Luchs

ab 7. März 2019

Hamburg

Koralle

ab 7. März 2019

Heidelberg

Gloria

ab 7. März 2019

Heilbronn

Kinostar Arthaus

ab 7. März 2019

Hemsbach

Brennessel Kino

ab 7. März 2019

Ingolstadt

Union

ab 7. März 2019

Karlsruhe

Schauburg

ab 7. März 2019

Kassel

Filmladen

ab 7. März 2019

Kiel

Kino in der Pumpe

ab 7. März 2019

Krefeld

Casablanca

ab 7. März 2019

Leipzig

Passage

ab 7. März 2019

Lübeck

Kommunales Kino

ab 7. März 2019

Lüneburg

Scala

ab 7. März 2019

Magdeburg

Moritzhof

ab 7. März 2019

Mannheim

Atlantis

ab 7. März 2019

München

Neues Arena Kino

ab 7. März 2019

Nürnberg

Casablanca

ab 7. März 2019

Oldenburg

Cine K

ab 7. März 2019

Pforzheim

Kommunales Kino

ab 7. März 2019

Regensburg

Kinos im Andreasstadel

ab 7. März 2019

Saarbrücken

Camera Zwo

ab 7. März 2019

Schopfheim

Scala Kino

ab 7. März 2019

Seefeld

Breitwand Kino

ab 7. März 2019

St. Augustin

Studio

ab 7. März 2019

Stuttgart

Atelier am Bollwerk

ab 7. März 2019

Titisee-Neustadt

Krone Theater

ab 7. März 2019

Tübingen

Arsenal

ab 7. März 2019

Ulm

Mephisto

ab 7. März 2019

Weingarten

Linse

ab 7. März 2019

Wiesbaden

Caligari

ab 7. März 2019

Wuppertal

Cinema

ab 7. März 2019

Premierentour

Mi 27. Februar 2019 / 20:30 Uhr

Berlin - Kino in der Kulturbrauerei

Do 28. Februar 2019 / 20:00 Uhr

Dresden - Schauburg

Fr 01. März 2019 / 18:50 Uhr

Bamberg - Lichtspiel

Fr 01. März 2019 / 20:30 Uhr

Fürth - Babylon

Sa 02. März 2019 / 17:00 Uhr

Ulm - Mephisto

Sa 02. März 2019 / 19:00 Uhr

Augsburg - Thalia

So 03. März 2019 / 17:00 Uhr

Karlsruhe - Schauburg

So 03. März 2019 / 18:30 Uhr

Heidelberg - Gloria

So 03. März 2019 / 20:30 Uhr

Mannheim - Odeon

Mo 04. März 2019 / 18:30 Uhr

Heilbronn - Kinostar Arthaus

Mo 04. März 2019 / 20:00 Uhr

Stuttgart - Delphi

Di 05. März 2019 / 18:30 Uhr

Titisee-Neustadt - Krone Theater

Di 05. März 2019 / 20:30 Uhr

Freiburg - Freidrichsbau

Mi 06. März 2019 / 19:00 Uhr

Braunschweig - Universum

Do 07. März 2019 / 18:30 Uhr

Halle - Luchs Kino

Do 07. März 2019 / 20:00 Uhr

Leipzig - Passage

Fr 08. März 2019 / 17:00 Uhr

Lüneburg - Scala

Fr 08. März 2019 / 20:00 Uhr

Hamburg - Koralle